Jens Schmitz, AfD Ratsherr der Stadt Papenburg

Wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht

Liebe Leser und Interessierte :

Ja, es gibt als Mandatsträger der Alternative für Deutschland (AfD) schon Ereignisse,

die eigentlich nicht der Rede wert sind.

So auch in diesem Fall, indem eine Information an die Bürgerinnen und Bürger durch die NOZ zu einer „Debatte“ stigmatisiert wurde.

Was haben Geburtstagswünsche mit einer Opferrolle zu tun?

Im ersten Augenschein: NICHTS!

Beim zweiten Hinsehen: Eine Wahlempfehlung der NOZ gegen die Alternative für Deutschland in Papenburg.

Aber warum?

Kurz erklärt:

Beruflich bedingt (Montage), ist es mir nicht möglich, innerhalb der Woche (auswärts) Geburtstagswünsche durch die Stadt Papenburg  an die Jubilare zu überbringen. Die Stadtverwaltung wurde informiert. Diese schrieb alle Ratsmitglieder im Stadtrat der Stadt Papenburg daraufhin an:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Herr Schmitz bat mich darum, allen Papenburger Ratsmitgliedern die unten stehende Anfrage sowie die konkreten Termine für den Jubiläumsmonat Mai 2019 zukommen zu lassen. Er hat im Gegenzug das Angebot geäußert für Ratskolleginnen und -Kollegen Besuche am Wochenende zu übernehmen.

Rückmeldungen sind bitte direkt an Herrn Schmitz zu senden und nicht an mich.“

Ergebnis: 1 „Absage“ am 06. Mai per E-Mail.

Im Bauwesen passiert es, dass aufgrund der Auftragslage nicht immer ein Urlaub möglich ist. Die NOZ wurde informiert, um die Bürgerinnen und Bürger wiederum zu informieren, dass Geburtstagsbesuche im Monat Mai verspätet ausgeführt werden. Eine gewisse Kritik an die mangelnde „Solidarität“ der Ratsmitglieder bzw. des Bürgermeisters  erscheint durchaus berechtigt, zumal es überhaupt keine Reaktionen gegeben hatte.

Man sollte meinen, dass auch bei Krankheit oder spontanen Ereignissen es das Interesse der „Volksvertreter“ sein müsste, diese schöne Tradition (Geburtstagsbesuche)  aufrechtzuerhalten.

Allerdings gilt festzustellen, dass persönliche Befindlichkeiten in diesem Fall überwiegen, so kann man es auch in der NOZ nachlesen.

Und zu guter Letzt zeigt sich,  dass die Medien zur anstehenden Europawahl 2019 „aus einer Mücke ein Elefanten machen“, und neben einem AfD-kritischem Artikel zudem auch noch einen AfD-kritischen Kommentar  schreiben.

Daher nun meine #Bürgerinfo:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich habe seit der Kommunalwahl 2016 gerne alle Geburtstagswünsche ordentlich überreicht, viele gute Gespräche mit den Jubilaren geführt und dabei nette Menschen und ihre Sorgen kennengelernt.

Daraus resultierte u.a. auch mein Antrag auf eine unabhängige Pflegeberatung durch die Stadt Papenburg (im Stadtrat nicht behandelt, später in Ausschüssen „versumpft“…).

WICHTIG:
Natürlich werde ich dieser Aufgabe trotz nun beruflicher Montagetätigkeit weiterhin nachkommen!

Nach einer Änderung meiner Urlaubsplanung ergab sich jedoch die Situation, dass ich die Jubilare nur nachträglich besuchen könnte, weil ich in der Woche eben in einem anderen Bundesland arbeite!

Darum kontaktierte ich Herrn Schade (NOZ), um die Bürger/innen zumindest darüber zu informieren!

Auch sollte sich die Stadt(verwaltung) dazu äußern, wie eine Vertretungsregelung dazu aussehe.

Eine Adressliste mit Telefonnummern der Ratsmitglieder liegt mir nicht vor, daher erfolgte meine Anfrage an diese per E-Mail.

Viele Informationen fehlen leider im Zeitungsbericht, der nun ein völlig verzerrtes Bild der Gesamtsituation wiedergibt.

Ein wenig lächerlich war auch die Angabe, eine „Dienstreise“ sei ein Verhinderungsgrund, während eine Montagetätigkeit auswärts (!) anscheinend nicht berücksichtigt wird – nicht einmal bei der Planung?

Die Stadt weiß darum aufgrund der Abrechnung zum Verdienstausfall mit meinem Arbeitgeber.

1 „Absage“, KEINE Rückmeldung durch alle Fraktionsvorsitzenden, war das Ergebnis meiner Bitte.

Man muss sich die Frage stellen dürfen, ob bei Krankheit (wie bei Herrn Führs) diese „Kritik der Kurzfristigkeit“ ernstgemeint ist?

Sicherlich wissen die Fraktionsvorsitzenden im Voraus, wann sie wieder mal krank sind?

Sehr eigenartig…

2 Ratsherren nehme ich hiermit in Schutz:
1 Mitglied der CDU, der mir nach dem NOZ-Artikel seine Hilfe (Vertretung) angeboten hat (die ich natürlich angenommen habe),
und ein Ratsherr der UBF Plus (Namen nicht genannt, um mögliche „Repressalien“ zu vermeiden).

Weder der Bürgermeister unserer Stadt Papenburg, noch die Fraktionsvorsitzenden (außer der FDP) und ihre Fraktionsmitglieder haben zumindest eine Absage geschickt – das ist wirklich peinlich!

Zitate aus der Absage:

„Moin,
offensichtlich unterschätzen Sie das Aufgabenspektrum Ihrer Ratskollegen“

“Ihre Anfrage kam sehr kurzfristig und mir war es aus verschiedenen Gründen nur schwer möglich sofort zu reagieren.”

“Da in der Regel Untenender Ratsfrauen und Ratsherren die Untenender Jubiläen übernehmen, meine Kollegen aus Aschendorf und vom Obenende kommen und Frau … die Info bereits an alle Ratsmitglieder geschickt hatte, sah ich mich auch nicht veranlasst, sofort zu reagieren.”

Ergo habe ich daher noch diese nachfolgende E-Mail an die Ratsmitglieder, den Bürgermeister und die NOZ geschickt, um diese „Debatte“ mit etwas Humor abzuschließen:

„Sehr geehrte Ratsmitglieder,
sehr geehrter Herr … ,

für die „hervorragende“ fraktionsübergreifende Unterstützung und die zahlreichen Rückmeldungen auf meine E-Mail (insgesamt 1 Absage) möchte ich mich hiermit ganz herzlich bei Ihnen/Euch bedanken!

Diese gelebte „Solidarität“ im Papenburger Stadtrat verdient sicherlich den vollen Respekt unserer Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Kommunalwahl!

Sehr gefreut habe ich mich auch über die „sachliche“ Berichterstattung und den zusätzlichen Kommentar der NOZ -dafür sollte man dem Journalisten eine „Prinzenrolle“ zukommen lassen.

Es fehlten nur kleine Details:

1. meine Mail an die Verwaltung war vom 22. April
2. eine Urlaubszusage ist im Bauwesen oft von der Auftragslage abhängig (wie bei mir)
3. die Wochenend-Geburtstage hätte ich natürlich übernommen
4. im Gegenzug wäre ich für andere Ratsmitglieder an den Wochenenden eingesprungen
5. Einzelratsherren oder -Frauen haben naturgemäß keine Fraktionsmitglieder zur Vertretung
6. Freunde, Bekannte oder Verwandte können die Blumengrüße nicht überreichen
7. Plötzlich krank werden darf ein Einzelratsherr somit nicht..

Allerdings muss ich hiermit, dank des „hochwertigen“ Journalismus vor Ort, einen Fehler doch eingestehen:

Ich hätte meine berufliche Montagetätigkeit besser als „Dienstreise“ ausgeben sollen, um Ihnen so mehr Verständnis abzuringen.

Damit zukünftig solche „Probleme“ nicht mehr vorkommen,
werde ich natürlich mein Bestes geben,
bei der nächsten Kommunalwahl eine fraktionsinterne Lösung für die AfD in Papenburg zu finden.

Ich bin mir sicher, dass dieses zu einer großen Entlastung des vielseitigen „Aufgabenspektrum(s)“ aller Ratsmitglieder beitragen wird.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen

Jens Schmitz

Ratsherr“

vgl.
https://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/1733501/geburtstagsbesuche-in-papenburg-darum-entfacht-die-afd-eine-debatte

vgl.
https://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/1733913/zur-afd-debatte-um-geburtstagsbesuche-in-papenburg-nicht-opfertauglich